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Unverpackt aussen900Grüne und interessierte Bürger*innen besuchen neuen Unverpacktladen in Rodgau. Mit etwa 220 kg pro Kopf wird in Deutschland jährlich so viel Verpackungsmüll verursacht, wie in keinem anderen europäischen Land. Annähernd 70% davon entfallen auf Getränke und Nahrungsmittel. Hier ist ein Umdenken notwendig.

Unverpacktläden wie „natürlichfrei“ in Mühlheim und jetzt auch in Rodgau setzen genau hier an und bieten viele Artikel des täglichen Bedarfs ganz ohne Verpackung an. So lassen sich dort beispielsweise Nudeln, Hülsenfrüchte, Gewürze aber auch Putzmittel, diverse Hygieneartikel und vieles mehr nach individuellem Bedarf einkaufen. Verpackt wird in eigens mitgebrachte Behältnisse wie Gläser, Dosen oder Stoffbeutel, in die sich die gewünschten Produkte abfüllen lassen. Für den spontanen Einkauf werden vor Ort wiederverwendbare Gläser bereit gehalten. Der Besuch am 1.7. diente dazu, das Konzept der Unverpackt-Bewegung näher kennenzulernen. Andres Bornemann von „natürlichfrei“ erläuterte, dass es ihm nebeUnverpackt innen900n der Verpackungsmüllvermeidung auch um den Aspekt der Nahversorgung geht.

Gerade ältere Menschen können an diesem zentralen Ort am Puiseauxplatz in Nieder-Roden fußläufig grammgenau die benötigten Produkte erwerben. Eine Kommunikationsecke mit der Möglichkeit einen Kaffee zu trinken und miteinander ins Gespräch zu kommen wird das Konzept abrunden, die zugehörigen Möbel folgen in Kürze. „Neben dem ökologischen Aspekt dient dieses für Rodgau neue Angebot auch der Belebung des Innenstadtbereiches und wird von den Grünen sehr begrüßt.“ stellt Werner Kremeier, Vorsitzender der Rodgauer Grünen zufrieden fest. Bei einer kleinen Führung durch den Laden konnten viele Fragen beantwortet werden und einige mitgebrachte Leergläser gefüllt.