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Ursache und Auslöser für das am 25. Februar in der 15. Stadtverordnetenversammlung ebenfalls verabschiedete Abfallkonzept war letztlich der Auftrag der Kommualaufsicht, die Müllgebühren kostendeckend zu gestalten.

Das vorliegende Abfallkonzept ist – durchaus mit der Unterstützung und dem Sachverstand externer Berater - das Ergebnis einer produktiven interfraktionellen Zusammenarbeit. (Und zeigt, dass es in Rodgau durchaus voran geht und keinesfalls stagniert – wenn mehrere Fraktionen zusammen arbeiten.) Es ist ein zukunftsweisendes und bürgerfreundliches Konzept das das Etikett „modern“ tatsächlich verdient.

Bündnis 90 / Die Grünen sind mit der Vorlage nicht nur deshalb einverstanden, weil das Konzept einige zentrale Forderungen der Rodgauer Grünen erfüllt, wie beispielsweise verursachergerechte Gebühren: wer wenig Müll produziert – beziehungsweise Müll trennt - soll wenig bezahlen.

Wir stimmen auch deshalb zu, weil durch die Trennung in Grundgebühr und Leerungsgebühr Bürger tatsächlich unmittelbar Einfluss auf ihre Kosten nehmen können. Andere Vorteile des Konzepts bestehen darin, dass Bürger die Müllcontainer nicht mehr kaufen müssen, es kann zusätzlich bei Bedarf eine Biotonne zur Verfügung gestellt werden. Da auch Müllmänner ein Recht auf Arbeitsschutz haben und es sinnvoll ist, die alten Tonnen gegen Rollcontainer auszutauschen sei ebenfalls am Rande erwähnt.

Zukunftsweisend ist das Konzept, weil Müllvermeidung und Mülltrennung künftig immer wichtiger werden. Denn für Kommunen wird es zunehmend teuer, den Restmüll zu entsorgen, sprich verbrennen zu lassen. Biologische Abfälle können jedoch als Biomasse wieder verwertet und Verpackungsmaterialien (der sogenannte „Grüne-Punkt-Müll“, gelben Tonne) können recycelt werden.

Je geringer das Restmüll-Aufkommen, desto geringer also die kommunalen Abfall-Kosten. Das ist aber nur dann möglich, wenn entsprechende Anreize geschaffen werden. Diese Steuerungsfunktion sehen die Rodgauer Grünen mit dem vorliegenden Konzept gewährleistet.