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Mit Bestürzung reagieren die Grünen in Rodgau auf die Nachricht, dass die AfD im Bürgerhaus Dudenhofen agitiert. Der Kommunalwahlkampf in Rodgau hatte bereits gezeigt, dass die AfD eine rückwärtsgerichtete Partei ist. Mit bundespolitischen Themen wie Europafeindlichkeit und diffuser Angstmache ist es ihnen zwar gelungen Wählerstimmen zu sammeln, der erfolgreiche in die Zukunft gerichtete kommunalpolitische Kurs in Rodgau wird aber deutlich erschwert.

Beispielsweise beantragt die AfD für den Kreis Offenbach eine „Männerquote“. Nach AfD Sicht ist Gleichberechtigung bereits „übererfüllt zu Lasten von männlichen Beschäftigten“. Weiterhin sieht die AfD bei Frauen eine weniger ausgeprägten Neigung „für zum Beispiel den EDV-Bereich und sprechen Frauen daḿit allgemein die Eignung für technische Berufe ab.

Nun versucht die Rechtspartei auch in Rodgau mit ihren populistischen Forderungen weitere Protestwähler für die Bundestagswahl an sich zu binden.

Sie baut dabei auf die enorme Komplexität, die in der Politik heute auf allen Ebenen zu verzeichnen ist und für die es angeblich einfache Lösungen gäbe. Auf die aktuellen Probleme führen die vermeintlich einfachen Lösungen jedoch stets zu Verschlechterungen und weiteren Komplikationen. Die abendliche Tageschau ist voll von Beispielen, bei denen Probleme gelöst werden sollten und jeweils dutzende neue erzeugt wurden, die zumeist auch noch größer und komplexer sind als das Ursprungsproblem.

Die Demokratie ist keine einfache Regierungsform. Vieles ist mühsam und manchmal wünscht man sich schnellere oder andere Entscheidungen. Aber Demokratie ist das Beste was wir haben. Die Grünen in Rodgau bitten daher alle Bürgerinnen und Bürger das hohe Gut der demokratischen Mitbestimmung zu bewahren und nicht durch Unterstützung einer Rechtspartei aufs Spiel zu setzen.